ORGANUM

30 Jul 2014 Projekte Keine Kommentare

Ein mediengestütztes internationales Orgelspektakel aus Karlsruhe

Im Jahr 2015 jährt sich – neben dem 300. Stadtgeburtstag – auch der Baubeginn des Hallenbaus zum hunderts­ten Mal. Der in zehn Lichthöfe unterteilte, 312 Meter lange Hallenbau der ehemaligen Waffen- und Muni­tionsfabrik der IWKA in der Lorenzstraße wurde 1915-1918 vom Stuttgarter Industriearchitekten Philipp Jakob Manz erbaut und zählt zu den markantesten, geschichtsträchtigsten Gebäuden der Stadt. Bekanntlich wurden im Verlauf des Ersten Weltkriegs zahlreiche Orgeln zu Kriegszwecken ausgeschlachtet und insbesondere die stark zinn- und bleihaltigen Prospektpfeifen in die Munitionsfabriken geliefert, um daraus Gewehrkugeln herzustellen.

Nun, einhundert Jahre später, sollen wieder Orgeln in die ehemalige Munitionsfabrik einziehen. Aber eben nicht materiell, sondern virtuell und in einem Na­tionen übergreifenden Sinne. Mit den modernsten Mitteln der Übertragungstechnik soll ein Simultankonzert bedeutender Orgeln in Karlsruhe sowie den Partnerstädten Nancy, Nottingham, Temeswar und Halle stattfinden. Jede der Orgeln soll, mit Bild- und Tonübertragung höchster Qualität, zunächst einzeln erklingen. Als Hö­hepunkt könnten, in einer speziellen Auftragskomposition von künstlerischem Format, alle Orgeln ge­meinsam bzw. in enger Abstimmung erklingen.

Idee: Carsten Wiebusch, Johannes Blomenkamp
Komposition: Wolfgang Mitterer, Wien
Künstlerische Konzeption: Carsten Wiebusch, Dr. Achim Heidenreich
Projektleitung: Dr. Achim Heidenreich, Claus Temps

Internet: http://ka300.de/mitmachen/ideenwettbewerb/organum.html